Die unbekannten Pinscher

Wir wollen Ihnen hier einige Pinscher-Varianten vorstellen, die es heute nicht mehr oder nur noch selten gibt.

1. Der pfeffersalzfarbige Pinscher oder Silberpinsch

2. Der schwarze Pinscher

3. Der Harlekin-Pinscher oder Karlsbader-Pinscher

4. Der Riesenpinscher

1. Der pfeffersalzfarbige Pinscher oder Silberpinsch

Der Farbstandard des pfeffersalzfarbigen Pinschers wurde wie folgt beschrieben:

Es gelten die hohen Ansprüche, die an das Pfeffersalz der Schnauzer gestellt werden. Das Ideal liegt bei einer

mittleren Tönung mit gleichmäßig über alle Körperteile verteilter Pfefferung und dunkler, den Ausdruck unter-

streichender Maske. Das Unterhaar fehlt. Zugelassen sind alle Farbenspiele vom dunklen Eisengrau bis Silber-

grau. Farbverblasser, helle bzw. weiße Abzeichen sind fehlerhaft, so auch alle Farbbeimischungen wie bei-

spielsweise Rost, Braun, Rot, Gelb, Fleckung und Tigerung bzw. Aalstrich oder schwarzer Sattel.

Im Pinscher-Zuchtbuch des Jahres 1902 (Die Pinscher von 1902) werden drei pfeffersalzfarbige Glatthaar-

Rüden und vier pfeffersalzfarbige Glatthaar-Hündinnen aufgeführt. Die Pfeffersalzfarbe des Glatthaar-Pinschers

wurde heftig diskutiert zwischen den damaligen führenden Kynologen Strebel und Berta.

Silbergrauer Edelpinsch nach Strebel, Quelle: Der Hund, 1933

Werner Jung schreibt dazu:

"Während Strebel - wie schon in seinem großen Werk `Die Deutschen Hunde`- den wohl allgemein gültigen

Standpunkt, dass der rauhaarige Schnauzer und der glatthaarige Pinscher durchgezüchtete Behaarungsformen

des ursprünglich gleichen Hundes sind, vertritt Berta die Ansicht, dass beide Formen nichts miteinander zu tun

haben. In Wahrung dieses Standpunktes fordert Berta daher die Nichtanerkennung der Pfeffersalzfarbe, um

nicht mit den Schnauzerabkömmlingen in Kollision zu kommen, während Strebel im Gegensatz dazu, gerade

diese Farbenspielart in erster Linie auf den Schild erhoben wissen möchte, unter dem von ihm dafür vorge-

schlagenen Namen `Silbergrauer Edelpinsch`."

pfeffersalzfarbiger Pinscher-Rüde Mucki, Quelle: Räber



Räber schreibt noch deutlicher:

"Im Gegensatz zum bekannten Kynologen, Maler und Schriftsteller Richard Strebel, der die Zucht eines

Silberpinschers empfohlen hatte, war Berta ein Gegner dieses Farbschlages, den er als ungenießbar

wie eine Wassersuppe auf der kein Fettauge schwimmt bezeichnete."

Der Streit endet in einem Kompromiss. J. Berta akzeptiert den pfeffersalzfarbigen Pinscher, wenn er auf

reingezüchtete pfeffersalzfarbige Pinscher zurückgeht (Vermeidung der Schnauzerlinge, die ganz oder teil-

weise Schnauzereltern hatten) oder bei glatthaarigen Pinschern aus Rauhaarzucht mindestens über 3 Ge-

nerationen hinsichtlich der Glatthaareigenschaften (kurz, dicht, glatt, anliegend und glänzend) durchgezüchtet

sein müssen. Um die pfeffersalzfarbigen im Typ zu stärken und wegen der kleinen Zuchtbasis wurden immer

wieder "Schnauzerlinge" eingekreuzt. In den 20er Jahren suchte Dr. Dauber per Anzeige nach diesen

Schnauzerlingen:

In den nachfolgenden Jahren finden sich immer wieder Hunde dieser Farbe in den Zuchtbüchern

mit folgenden Eintragungen:

1895 bis 1902: Insgesamt 7 Eintragungen

1903 bis 1910: Insgesamt 74 Eintragungen

1911 bis 1923: Insgesamt 88 Eintragungen

1924 bis 1949: Insgesamt 86 Eintragungen

Bis in die 30er Jahre waren pfeffersalzfarbige Glatthaar-Pinscher anzutreffen, danach waren sie in Deutschland

verschwunden. Er wurde aus dem Standard gestrichen.

pfeffersalzfarbiger Glatthaarpinscher um 1929, Quelle: Knottnerus-Meyer



In der Schweiz züchtete ab 1922 der Posthalter Jean Pfister in Tann-Rüti (Zürcher-Oberland) rein pfeffersalz-

farbige Pinscher. Diese Glatthaar-Pinscher stammten von pfeffersalzfarbigen Schnauzern ab, in deren Würfen

auch glatthaarige Pinscher, sogenannte "Schnauzerlinge", vorkamen. Gegen den Widerstand des Schweizer

Schnauzerklubs hielt Pfister an seinem Ziel fest, den glatthaarigen pfeffersalzfarbigen Pinscher zu züchten. Er

began die Zucht in seinem Zwinger v. Jonatal systematisch aufzubauen. Die Stammhündin Ada v. Jonatal

bildete die Basis für die nun entstehende Zucht des Silberpinschers. Es schlossen sich in der Schweiz weitere

Züchter, z.B. Fritz Leimgruber in Aarburg (2 Würfe 1932 und 1933) und Anton Lütolf in Zell, diesem Zuchtziel

an. Ab 1923 war der pfeffersalzfarbene Glatthaarpinscher auf Ausstellungen in der Schweiz erlaubt und ab

1927 wurden die Würfe (rückwirkend ab 1925) auf Empfehlung von Prof. A. Heim auch in das schweizer

Zuchtbuch (SHSB) eingetragen. Den Höhepunkt erreichte die Zucht 1933 mit 39 Welpen aus 6 Zwingern

(9 Würfe in Band 33 des SHSB). Kurz vor dem 2. Weltkrieg (1937) wurden auf der Weltausstellung in Paris

gleich 2 der Pfister-Silberlinge Weltsieger.

Dani und Fino v. Grünengrund

Räber, der viele pfeffersalzfarbene Pinscher aus verschiedenen Zwingern gesehen und auf Ausstellungen ge-

richtet hatte, beschreibt diese Hunde wie folgt:

"Die Hunde waren rein pfeffersalzfarbig, ohne rötlichen Unterton und schon gar nicht mit rotem Brand. Von Miß-

farbigkeit konnte keine Rede sein, im Gegenteil, die Hunde zeichneten sich durch ein auffallendes sauberes

pfeffersalz aus, weil ihnen die damals bei Schnauzern noch recht häufige gelbe Unterwolle fehlte. Sie waren ver-

glichen mit den heutigen Deutschen Pinschern, massiver, vielleicht weniger elegant, und sie hatten markantere

Köpfe mit kräftigen Schnauzen."

Wurf pfeffersalzfarbener Glatthaarpinscher, Züchter: E. Steffen, Burgdorf

Die schmale Zuchtbasis erforderte aber immer wieder die Einkreuzung von Schnauzerlingen, deren Stammeltern

Schnauzer waren. Pfister versuchte daher die Einkreuzung von echten Pinschern (drei Generationen lang rein aus

Pinschern gezüchtet) und kreuzte einen Dr. Dauber-Pinscherrüden ein. Dieser Versuch mißlang, da alle Welpen

elchfarbig ausfielen.

Glatthaarpinscher von der Aarburg

Die Zucht in der Schweiz kam durch den 2. Weltkrieg fast zum erliegen. Der Schweizer Club

für Schnauzer und Pinscher versuchte bei der Fédération Cynologique Internationale (FCI) den pfeffersalzfarbigen

Pinscher als "Schweizer Pinscher" anerkannt zu bekommen, um die Zucht zu beleben. Der FCI lehnte das ab. Die

Bemühungen der Schweizer führte aber dazu, dass in Deutschland der pfeffersalzfarbene Pinscher wieder in den

Standard aufgenommen wurde. Es war jedoch zu spät. Die Zuchtbasis war sehr schmal geworden, es fehlte an

geeigneten Zuchtrüden. Das Ende beschreibt Räber wie folgt:

Helma v. Luthernthal, Züchter: A. Lütolf

"Da machte Pfister einen entscheidenen Fehler. Statt den damals vorhandenen Schnauzerling Lux v. Fichtenheim

in die Zucht einzubauen, deckte er 1957 seine letzte Zuchthündin Bella von Saalberg mit dem Schnauzerrüden

Golf v. Oberried. Die Welpen aus diesem Wurf hatten alle rauhes Haar und deutlichen Bartansatz, und mit ihnen

brach die Zucht des pfeffersalzfarbigen Pinschers in der Schweiz endgültig zusammen."

2. Der schwarze Pinscher

Der Farbstandard des einfarbig schwarzen Pinschers wurde wie folgt beschrieben:

Reinschwarz glänzend, ohne jedes Abzeichen, ohne braun, grau oder weiß.

Die schwarzen Pinscher finden sich in den Zuchtbüchern mit folgenden Eintragungen:

1903 bis 1910: Insgesamt 9 Eintragungen

1911 bis 1923: Insgesamt 43 Eintragungen

1924 bis 1949: Insgesamt 135 Eintragungen

Die rein schwarze Färbung galt damals auch als Garant dafür, dass diese Hunde nicht die gefürchtete Einkreuzung

von Black-and tan Terrier (nicht gewünschte Feingliedrigkeit und Terrierkopf) hatten.

Schon damals hatten es die schwarzen Pinscher schwer. Dr. Dauber beschwert sich in den PSK-Mitteilungen im

Jahr 1929 über den Richterbericht einer Zuchtausstellung in Frankfurt a.M.:

"Trotzdem scheint aber bei manchen Richtern keine Klarheit darüber (Anm.: über die Farben beim Pinscher) zu

bestehen, obwohl die Rassekennzeichen doch absolut eindeutig sind.....Die obengenannten Farben (Anm.: also

auch die rein schwarze) sind erlaubt und es kann deshalb nicht ein Tier, weil es das allein seligmachende schwarz

mit rostbraunen Abzeichen nicht besitzt, in der Prämierung zurück gestellt werden....Die rein schwarzen Glatthaar-

pinscher sind mir schon seit über 20 Jahren bekannt. Ich erinnere nur an die Hunde von Stöhrer in Heidelberg,

Zwinger von der Fröhlichen Pfalz und Heinz-Kaiserslautern, Zwinger von der Lauter. Auch die in Frankfurt ge-

zeigten Hunde sind systematisch auf rein schwarz gezüchtet, sie stammen beide aus schwarzen Hunden meines

Zuchtstammes. Herr M.-Nürnberg (Anm.: Richter in Frankfurt) kennt vielleicht gar nicht die Schwierigkeiten

der rein schwarzen Zucht und weiß wahrscheinlich gar nicht, welcher großer Prozentsatz von Jungtieren von

vornherein ausfällt."

Um Pinscher in der Farbe schwarz zu züchten und um körperliche Optimierungen bei den schwarzen Pinschern

zu erreichen, wurden mangels schwarzer Pinscher auch schwarze Schnauzer eingezüchtet. Das gefiel einigen

führenden Kynologen wie z.B. Berta überhaupt nicht, da glatthaarige Pinscher auch glatthaarige Pinschereltern

haben sollten. Berta bezeichnete diese Pinscher mit Schnauzereltern als "Pseudopinscher". Diese Einstellungen

teilten dann eben auch Richter (s.o.), so dass schwarze Pinscher einen schweren Stand hatten.

Schwarzer Deutscher Pinscher Hera v.d. Teufelsbürde, gew. 11.05.1962, Quelle: Räber



Mit dem Zusammenbruch der Pinscherzucht Ende der 40er Jahre waren auch die schwarzen Pinscher verschwunden.

1960 wurde durch Hans Räber in der Schweiz versucht den schwarzen Farbschlag durch eine Kreuzung einer pfeffer-

salzfarbigen Hündin (Astrid vom Gallusberg) mit einem schwarzen Mittelschnauzer-Rüden (Igo v. Ahorntal) zu re-

konstruieren. Die rein schwarze Hündin aus diesem Wurf (Hera v.d. Teufelsbürde, gew. 11.05.1962) wurde mit dem

schwarz-roten Rüden Omo v.d. Birkenheide gedeckt. Der Wurf brachte auch eine schwarze Hündin, die aber unfrucht-

bar blieb. Erneute Versuche mit Hera führten nicht zum Erfolg. Andere Züchter schlossen sich dieser Initiative nicht an,

so dass der Rekonstruktionsversuch abgebrochen wurde. Ganz erfolglos waren diese Bemühungen in der Schweiz je-

doch nicht, da die Pinscherzucht durch diese Zuchtversuche belebt wurde. Die Schweizer bauten sich auf dieser Basis

Pinscher mit markanten Köpfen und ansprechender Größe (47-49 cm) auf, allerdings nicht mehr in der rein schwarzen

Farbe.

3. Der Harlekin-Pinscher oder Karlsbader-Pinscher

Die FCI beschreibt den Standard (erst 1958 registriert) des Harlekin-Pinschers wie folgt:

Farbe: Gescheckt mit weißem oder hellem Grunde, grau mit schwarzen oder dunklen Platten, gestromt, mit oder ohne

Brand.

Größe: 30 bis 35 cm, damit lag die Größe zwischen Zwerg- und Mittelschlagpinscher

Sehr ausführlich beschreibt Bazille 1938 die Kennzeichen des Harlekinpinschers:

Rassestandard Harlekinpinscher

Vom Kartell für das deutsche Hundewesen (Vorgänger des VDH) wurden die Harlekins als besondere Rasse geführt.

Der PSK lehnte die Anerkennung dieser Rasse ab. J. Berta begründete die Ablehnung des Harlekin-Pinschers durch

den PSK mit der Befürchtung, dass die mühsam verdrängte weiße Farbe wieder in die Zucht der roten und schwarz-

roten Zwergpinscher kommen könnte.

Der Harlekinpinscher kam häufig in und um Karlsbad (Deutsch-Österreich) um 1880 als Stallpinscher vor und wurde

daher auch als Karlsbader-Pinscher bezeichnet.

Harlekin-Pinscher, Quelle: Pinscher-Schnauzer Klub



1929 versuchte K. Lössl in Karlsbad, die Reste der Harlekinpinscher zu sammeln und eine Zucht aufzubauen. Auch die

Züchterin Elsa Baertling in Hannover bemühte sich um diese Rasse. 1936 sind noch 2 Würfe des Zwingers "von

Hannover" der Züchterin E. Baertling im Sammelzuchtbuch des Reichsverbandes für das Deutsche Hundewesen aufge-

führt. Diese Bemühungen hatten jedoch keinen Erfolg.

Räber erklärt das Verschwinden dieser Rasse wie folgt:

"Dass die Rasse verschwunden ist, dürfte mit dem sogenannten Merle-Faktor zusammenhängen. Das einem unvoll-

kommen dominanten Erbgang unterliegende Merle-Gen bewirkt bei einfacher (heterozygoter) Anlage eine partielle

Pigmentaufhellung, die wir bei etlichen Rassen als Tigerung bezeichnen. Die ursprünglich schwarze Grundfarbe wird

stellenweise zu grau aufgehellt, dabei bleiben einige dunkle Platten oder Flecken, manchmal auch nur Spritzer, bestehen,

bestehen bleiben ebenfalls die tanfarbenen Abzeichen an Kopf und Läufen. Bei doppelter (homozygoter) Anlage, und die

tritt bei einer Reinzucht zwangsläufig bei 25% der Nachkommen ein, bewirkt das Merle-Gen mehr oder weniger gravierende

Ohren- uns Augenanomalien und eine Herabsetzung der Fertilität (Anm.: Fruchtbarkeit). Diese Weißtiger sind hör- und

sehbehindert, oft vollständig blind und taub und mehr oder weniger unfruchtbar. Vielfach gehen sie bereits wenige Tage

nach der Geburt ein....Wieweit den Harlekin-Pinscher-Züchtern die subletale (Anm.: fast tödliche) Wirkung des Merle-

Faktors bekannt war, weiß ich nicht; ich nehme aber an, dass sie wohl die Auswirkungen, nicht aber die Gründe kannten und

deshalb Harlekin x Harlekin paarten und die damit verbundenen Ausfälle in Kauf nahmen. Bei der ohnehin schmalen Zucht-

basis dieses Farbschlages musste das früher oder später zum Erlöschen der Zucht führen."

4. Der Riesenpinscher

Das Aufkommen des Dobermanns machte dem Deutschen Pinscher sehr zu schaffen. Zu dieser Zeit hieß der Dobermann

auch Dobermann-Pinscher. Nach dem 2. Weltkrieg wurden aber große, schlanke, windhundähnliche Dobermänner bevorzugt,

so dass der Pinschertyp im Dobermann verloren ging und auch der Namenszusatz "Pinscher". Der Platz zwischen windigen

Dobermann und klobigen Rottweiler wurde frei; der Platz für den Riesenpinscher. Die Idee entwickelte der Pinscherzüchter

Dr. Dauber, Kaiserslautern. In der damaligen Verbandszeitschrift des PSK veröffentlichte Dr. Dauber 1931 einen Aufruf zur

Züchtung des Riesenpinschers. Er richtete sich an die Riesenschnauzerzüchter, da es schon damals zu wenige Pinscher gab, mit

der Aufforderung aus glatthaarig gefallenen Riesenschnauzern den Riesenpinscher heraus zu züchten. Dieser Pinscher sollte die

Merkmale des Pinschers tragen und wegen der Abgrenzung zum Dobermann und zum Rottweiler rein schwarz oder pfeffer-

salzfarbig sein. J. Berta glaubte nicht an eine Zukunft des Riesenpinschers, da bei diesem Versuch nur kurzhaarige Riesen-

schnauzer mit weniger üppigen Barthaar heraus kämen. Er schreibt dazu (Der Hund-1933):

"Herr Dr. Dauber will den Riesenpinscher nicht aus Pinscherelementen, sondern aus aus Schnauzerelementen aufbauen, er

schlägt den weitesten Weg ein und schreckt auch nicht vor der kitzeligen Aufgabe zurück, diesem Pinscherling dem Typus

des Pinschers beizubringen....Er fürchtet mit Recht, mit seinem Pinscherriesen beim Dobermann zu landen, der nicht nur

Dobermanpinscher heißt, sondern sicher auch mehr vom Pinscher hat, als der gedachte Schnauzerabkömmling und auch

durch die für jenen "verpönte" schwarzrote Farbe an seinen Pinscherahn erinnert. Solange der Dobermanpinscher noch ein

Daseinsrecht hat -und wer wollte daran zweifeln ?- ist für den Riesenpinscher kein Raum. Er hätte analog dem Münchener

Schnauzer ebenso gut zum Vollpinscher und Riesen der Rasse gewandelt werden können. Aber es war gut dass er seinen

eigenen Weg gegangen ist; denn es ist besser und verdienstlicher, aus einem Wildling eine neue Rasse zu formen, als eine

bestehende in Größenschläge aufzuteilen. Wenn es nicht gelingen sollte, verehrter Herr Dr. Dauber, "den Riesenpinscher auf

die Beine zu stellen", d.h. wenn wir die Finger von dieser Aufgabe lassen, dann sind wir nicht "um eine interessante Zuchter-

fahrung", sondern um eine bittere Enttäuschung herumgekommen."

Auszug aus dem PSK-Zuchtbuch 1932 mit glatthaarigen Riesenschnauzereltern und -nachkommen

Berta sollte recht behalten; die Zuchtbemühungen kamen nicht über Anfänge hinaus.

Quellen

Alle Zitate und Bilder stammen aus Büchern und Artikeln, die sich in meinem persönlichen Besitz befinden.

Ähnlichkeiten zu anderen Internetseiten sind zufällig und nicht gewollt. Zitate aus den Quellen werden als

solche deutlich gekennzeichnet.

Folgende Literatur habe ich herangezogen:

Bazille, Fr., Die Kennzeichen der Rassehunde, 2. Aufl., 1938

Berta, J., Der "Riesenpinscher", Zeitschrift: Der Hund, 1933

Dauber, Dr., Die Farben beim Pinscher (Artikel), Hrsg.: PSK, Monatsmitteilungen des PSK, 1929

Jung, Werner, Standard-Buch der Schnauzer- und Pinscherrassen, 1959, Hrsg.: PSK, Köln

Jung, Werner, Der Deutsche-Mittelschlag-Pinscher, 1972, Hrsg.: O. Hofmann

Knottnerus.Meyer, Dr., Th., Hunderassen-Rassehunde, 1929

Mann, Thomas, Die gescheckten Zwergschnauzer in Pinscher und Schnauzer 3/2004, Hrsg. Pinscher-Schnauzer Klub 1895 e.V

HrsG. Pinscher-Schnauzer Klub, 100 Jahre Pinscher Schnauzer Klub e.V. 1895-1995, 1995

Räber, Dr., Hans, Schnauzer-Pinscher, 2. Aufl. 1996

Räber, Dr., Hans, Leserbrief in Pinscher und Schnauzer 5/2004, Hrsg. Pinscher-Schnauzer Klub 1895 e.V

Strebel, Richard, Die Deutschen Hunde und ihre Abstammung, 1905

Umlauff, Gerda M., Pinscher und Schnauzer,1975